3. Wettkampftraining für den Petzl Rope Trip USA

Auch diesen Freitag trafen wir uns zum Training. Diesmal durften wir die einzige Schulungshalle (die uns bekannt ist) mit "Fussbodenheizung" unser eigen für einen Tag nennen. Vielen Dank dem Unternehmen 3ker RAS Group und dem SIZ. 

 

Der Trainingsplan sah folgendes vor: 

  • Systemtraining: Steigen - Seilwechsel - Abseilen
  • Technisches Traversieren in einer Gitterstruktur sowie von Punkt zu Punkt
  • Inline Rettung: Retter kommt von oben - steigt am belasteten System ab.
  • Der Wassereimer - was ist zu tun mit einem Eimer voll Wasser am Gurt.   


Aber erstmal.... Geschenke auspacken!

 

Vielen Dank an unseren Sponsor PETZL Deutschland, der keine Kosten und Mühen gescheut hat, um uns mit dem neusten Petzl-Material aus zu statten. Nun wird getestet . . . 

 

. . . unter anderem

  • "Adjust I"  als kleine handliche Alternative zum Grillon
  • Falcon Sit + Top Croll um noch mehr beim Speed raus zu holen
  • Quick Step - Trittleiter mit dem kleinen Ange S Schnappkarabiner für mehr Flexibilität
  • die neu Handsteigklemme Ascencion

 Nils hat sich die Adjust I mit Hilfe von zwei Ring Open in seiner zentralen Öse eingebaut. Durch das Einsetzen des Ring konnten wir das von Zeit zu Zeit auftretende  Querstellen von Karabinern ausmerzen. Zusätzlich ist dadurch die Bauhöhe des Systems geringer, wenn man den Adjust I als Verbindung zur HiLoPe einsetzt. 

Dazu passend gab es die Trittschlinge " Quick Step",  die wirklich ausreichend lang ist, sich sehr schnell einhändig verstellen lässt und in der man den Fuss einfach feststellen kann.


Systemtraining:

 

Trainiert wurde die Einbaureihenfolge der Geräte am Boden bis hin zur Trittschlingenlänge beim Aufstieg, um den effizientesten Hub zu erreichen.

Beim Seilwechsel wurde getestet bis zu welchem Winkel man noch aus den Steigklemmen in das neue System wechseln kann ohne Gefahr zu laufen sich fest zu fahren.

Wichtigster Punkt beim Abseilen nicht im Sicherungssystem festfahren. Also schön den Sound des eigenen ASAP's lernen, der entsteht bevor er blockiert.

 

Selbst bei dieser einfachen Übung fällt einem mal wieder auf, es lohnt sich sein System bis in die Feinheiten zu zerlegen, um auch diese aufeinander abstimmen zu können.


Traversieren:

Standardmäßig traversierten wir mit zwei Grillon's und einem Falldämpfer. Heute testeten wir das Traversieren mit zwei Adjust I mit Trittschlingen und einem Grillon. Ja, ja, nach der ersten Runde war klar, mit der gewohnten Technik in den einen Grillon ziehen und dann in den anderen, anstatt der Grillon's die Adjust I zu verwenden, klappte nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten.

 

In der zweiten Runde stellten wir die Adjust I auf eine Länge ein und verstellten sie nicht mehr in der Länge, sondern entlasteten sie über hineinstellen in die Trittschlingen. Das fühlte sich schon besser an und war zeitlich gesehen auch wesentlich schneller.

 


Inline Rettung am belasteten Seil von Oben:

Aus der Erfahrung der letzten Wettkämpfe  stellten wir uns der Aufgabe eine Inline- Rettung am belasteten System durch zu spielen.  Die wichtigste Spielregel lautete, keiner darf in nur einer Klemme hängen. 

Fragestellung: Wo baut sich der Retter ein? Unter der HiloPe oder drüber,

.... und warum ist das eine sinnvoller als das andere? 

 

Birte durfte als Erste ran und entschied sich für den Einbau des Abseilgerätes an der HiloPe, um sich dann selbst dazu zu hängen. Diese Variante impliziert, dass man in seinen Klemmen befestigt die HiloPe anheben und ins Abseilgerät ablassen muss. An dieser Stelle machte es sich bemerkbar, das eine oder andere mal sich mit den Klemmen auch am Seil nach unten bewegt zu haben...

Auf dem Weg nach unten mussten noch Knoten sowie eine Umstiegsstelle passiert werden.  Hierbei erwies sich der tiefe Arbeitsplatz, den sich Birte ausgesucht hatte, als nicht vorteilhaft. Um Geräte ein- oder auszubauen musste sie sehr hoch greifen und das Weghalten der HiloPe von Strukturen war schwieriger als erwartet. 

 

 

Nils und auch Sven fuhren die Taktik, sich selbst in das Abseilgerät einzubauen, um dann den Verletzten wieder standartmäßig unter sich zu hängen. Hierbei lag die Schwierigkeit aus einer erst mal sehr tiefen Position auf zu steigen, um dann die HiloPe aus den Klemmen zu entlasten. Hierbei wurde festgestellt, dass die neuen Quick Step´s für einen schnellen Ausstieg  bei einer Rettung nicht vorteilhaft sind.   

 

Für die oben erwähnten zusätzlichen Hindernisse auf dem Weg nach unten stellte sich die Wahl der Standartposition als eine sehr gute heraus.

„Never change a running System!“ 


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